Was ist Service Learning?

Service Learning gehört zu den innovativen Konzepten, die derzeit in der deutschsprachigen Hochschuldidaktik Fuß fassen. Einen Gutteil dieser Innovationskraft zieht Service Learning aus der speziellen Grundidee, die das Konzept auszeichnet: Es verbindet (akademisch angebundenes) Lernen (‚Learning‘) mit einer Dienst- oder Serviceleistung, die der Zivilgesellschaft konkret zugutekommt (‚Service‘) – Studierende lernen im Rahmen einer Lehrveranstaltung an einem konkreten Projekt für einen realen zivilgesellschaftlichen Nutznießer (‚Community Partner‘). Damit steht Service Learning für eine für deutsche Universitäten und Hochschulen neue Verbindung mit den umgebenden Gemeinden bzw. Zivilgesellschaften.

Service Learning fördert ein aktives, handlungs- und erfahrungsorientiertes, teilweise ergebnisoffenes Lernen, bei dem Forschen und Experimentieren an die Lebenswelt der Studierenden angebunden sind. Service Learning lebt von (und mit) der Vorstellung, dass Menschen an der Erfahrung ihres praktischen Problemlösehandelns lernen und das sie dies besonders effektiv dann tun, wenn sie ihr eigenes Vorgehen bewusst reflektieren und diese Reflexion zum Aufbau neuer, nun effektiverer Strategien und Verhaltensweisen der Problemlösung nutzen. Service Learning an der Universität Duisburg-Essen steht für Lehrveranstaltungen, die gesellschaftliches Engagement und Erfahrungslernen mit studienrelevanten Lerninhalten verknüpfen.