DuisBike - Fahr für deine Schule


Auf den Straßen im Duisburger Norden ist viel los – zumindest auf der Fahrbahn. Weil das Leben in diesen Stadtteilen nicht besonders attraktiv ist, wird gerade hier auch für kurze Wege häufig das Auto genutzt. Es stellt sich daher die Frage, wie man durch Förderung des Fahrradverkehrs die Verkehrsbelastung, vor allem durch vermeidbare Autofahrten, reduzieren und nebenbei auch noch etwas für die Gesundheit und Lebensqualität der Duisburger tun kann.

Die Projektidee DuisBike soll SchülerInnen der Klassen 5 bis 10 dazu motivieren, mehr Fahrrad zu fahren. Dazu werden die von den Schülern gefahrenen Kilometer gezählt und auf ein Punktekonto für die Klasse und für die gesamte Schule angerechnet. Am Ende stehen Schulen im Wettbewerb zueinander. In nicht repräsentativen Befragungen zeigte sich, dass die Schüler der Klassen 5 bis 10 ein ausgeprägtes Konkurrenzdenken aufweisen und dass sie benachbarten Schulen überlegen sein wollen. Diesen Wettkampfgeist greift das Projekt auf und nutzt es, um die SchülerInnen zum Fahrradfahren zu motivieren. Denn es zählt nicht nur der Schulweg, sondern auch sämtliche in der Freizeit zurückgelegten Wege. Dadurch werden auch alltägliche Wege von den Schülern mit dem Fahrrad zurückgelegt und sie erfahren so, dass es sich für viele kürzere Wege besonders gut eignet, mit dem Fahrrad zu fahren. Somit wird ihnen frühzeitig, nämlich bevor sie den Führerschein erwerben und sich ans Autofahren gewöhnen, gezeigt, dass es eine Alternative zum Auto gibt.

Die Datenerfassung sollte über einen Fahrradtacho erfolgen, der am Rad die gefahrenen Kilometer zählt. Zusätzlich denkbar wäre die Erfassung der Position über GPS mit einem Smartphone. Jede/r SchülerIn kann seine/ihre Daten auf einer Webseite hochladen und dort die eigenen gefahrenen Strecken auf einer Karte sehen, sowie Statistiken, wie z.B. verbrauchte Kalorien oder gesparte Benzinkosten und den damit erreichten Beitrag zum Klassenerfolg. Die Daten anderer SchülerInnen sind allerdings nicht einsehbar, aus Datenschutzgründen und da dies eine Gefahr von Ausgrenzung mit sich bringen könnte. Anschließend könnten ganze Klassen und die Schulen untereinander in einer Rangliste gegeneinander antreten. Als zusätzlichen Anreiz könnte ein Wettbewerb ausgetragen werden, bei dem die beste Schule oder Klasse belohnt wird, etwa mit Zuschüssen zu Klassenfahrten.

Weiterführende Angebote wie Verkehrssicherheitstrainings könnten mit Bonus-Kilometern belohnt werden. Gemeinsame Radtouren mit der Klasse müssten nicht länger eine Seltenheit bleiben, immerhin kämen auf diese Weise schnell viele Kilometer zusammen, und sie könnten mit Exkursionen zu Zielen in der Region verbunden werden. Das verstärkte Interesse am Fahrrad kann weiter gefördert werden, etwa indem Schülern angeboten wird, zusammen in einer Werkstatt ihre Fahrräder selbst zu reparieren.

Diese Projektidee könnte dazu führen, dass das Fahrrad im Duisburger Norden als ökologisches und gesundheitsförderndes Verkehrsmittel an Bedeutung gewinnen könnte.