Zukunft


Im Jahr 2050 wird jeder dritte Deutsche älter als 60 Jahre sein. Umgekehrt wird der Anteil der jungen Menschen weiter abnehmen. Diese Entwicklung wird mit weitreichenden gesellschaftlichen Konsequenzen einhergehen: Auf der einen Seite wird der Bedarf nach Pflege größer und die Kosten, die das deutsche Gesundheitssystem tragen muss, werden enorm steigen. Auf der anderen Seite steht die Vereinsamung von Senioren, u.a. aufgrund veränderter Familienstrukturen. Viele Menschen werden alleine alt, haben keine Kinder, sind geschieden, verwitwet oder die nächsten Angehörigen leben viele Kilometer weit entfernt. Diesen Senioren fehlt die soziale Interaktion mit anderen Menschen. Dieses Problem ist bereits heute schon bemerkbar.

Aktuelle Forschungen zeigen, dass Einsamkeit für Depressionen sorgt, schlecht für den Blutdruck ist, die Schlafqualität mindert, das Infarktrisiko erhöht und die Alzheimerkrankheit begünstigt. Daher beschäftigte sich die Gruppe „Zukunft“ mit der physischen – primär jedoch mit der psychischen – Gesundheit im Alter und entwickelte einen Treffpunkt, sowie ein attraktives Freizeitangebot für einsame SeniorInnen: den „Garten der grünen Daumen“. Ziel dieser Idee ist es, Erkrankungen zu mindern oder ihnen vorzubeugen und SeniorInnen, die geistig fit und mobil sind, einen Weg aus der Einsamkeit zu bieten. In der Parkanlage „Garten der grünen Daumen“ könnten einsame SeniorInnen mit Gleichgesinnten zusammenkommen und sich gemeinsam an der frischen Luft aktiv betätigen. Ein sozial aktiver und integrierter Mensch hat ein höheres Verantwortungsbewusstsein für sich und für andere Menschen, fühlt sich gesund und fit.

Dieser Garten, angeschlossen an z.B. Seniorenbegegnungsstätten, sollte auf die Bedürfnisse der SeniorInnen abgestimmt werden. Es sollte einen Bereich geben, in dem die SeniorInnen gemeinsam in Teams verschiedenste Obst- und Gemüse-Beete gestalten dürfen. Diese Beete sollten auf Hüfthöhe angelegt werden, sodass die Senioren in einer angenehmen Haltung arbeiten können. Um Anreize zu schaffen, sich um das Beet zu kümmern, wäre eine wöchentliche/monatliche Auszeichnung für das schönste bzw. gepflegteste Beet denkbar (Urkunde: „Grüner Daumen“). Für weitere Bewegung an der frischen Luft sorgt bei der Idee der Bewegungs- und Spielebereich. Hier wird u.a. ein lebensgroßes „Mensch ärgere dich nicht“-Feld sowie weitere sportliche Bewegungsmöglichkeiten, wie eine Gymnastikecke mit Turnstangen, angeboten, um sich aktiv zu betätigen.

Eine Ruhezone darf auch nicht fehlen. Im mittleren Bereich des Gartens finden die Senioren schattige Sitzmöglichkeiten, die in der Nähe einer Teichanlage liegen. Diese laden zum verweilen, ausruhen oder zur Kommunikation mit Gleichgesinnten ein.

Die Gartenanlage könnte mit einem Plakat in Seniorenbegegnungsstätten, in öffentlichen Einrichtungen, sowie Supermärkten beworben werden. Die Projektidee „Garten der Grünen Daumen“ ist ein präventives und nachhaltiges Konzept, um einerseits den Folgen des demografischen Wandels entgegenzuwirken und andererseits einen konkreten Weg aus der Einsamkeit aufzuzeigen, denn „Wer rastet der rostet“.