Mensa 2.0


Leben Sie gerne in Hamborn? à "Nicht wirklich."

Was stört Sie? à "Hamborn hat wirklich nicht viel zu bieten. Viel zu dreckige Straßen, der ganze Lärm, hier. Das trägt nicht gerade dazu bei, dass Hamborn ein beliebter Anreisepunkt ist."

Fühlt ihr euch nachts sicher auf den Straßen? à "Seit die ganzen Bulgaren hier sind nicht mehr."

Was glauben Sie fehlt Hamborn? à "Es gibt besonders für die Jugend keine richtige zentrale Anlaufstelle .Der Altmark ist kein Ort dafür!"

Wie sieht eure Freizeit aus? à "Freunde treffen."

Seid ihr oft in Hamborn? à "Wir sind fast nie hier, fahren lieber zur Stadtmitte."

Anhand von Recherchen und Interviews, wie das oben geführte, wurden im Rahmen des Connect-Workshops unterschiedliche Probleme und Defizite des Duisburger Stadtteils Hamborn identifiziert. Unter anderem charakterisierten Vorurteile, Unsicherheit und mangelnde Freizeitmöglichkeiten das Bild Hamborns.

Mit der Frage "Wie können wir das gesunde Leben der Menschen in Hamborn fördern?" entstand die Idee einer zentralen Anlaufstelle und damit die "Mensa 2.0". Unter dem Motto "De-Mobilisierung" soll ein Ort entstehen, der bei den BürgerInnen gar nicht erst den Wunsch aufkommen lassen soll, aus Duisburg-Hamborn herausfahren zu wollen und vielmehr ein Gefühl der Geborgenheit im eigenen Stadt vermitteln soll. Die Gesundheit steht dabei an erster Stelle. Damit ist nicht sinngemäß nur die Abwesenheit von Krankheiten, sondern der Zustand des körperlichen und sozialen Wohlergehens gemeint.

Die „Mensa 2.0“ sollte eine "Mensa für Alle" sein und sich durch ihre Vielfalt auszeichnen. Gesunde, nahrhafte und abwechslungsreiche Nahrung sollte zu einem erschwinglichen Preis angeboten werden. Durch eine breite, multikulturelle Speisekarte könnten sich so die BesucherInnen auf die Spezialitäten fremder Nationen "einlassen" und sich ihren Platz an Gruppentischen mit jeweils anderen, fremden BesucherInnen frei aussuchen. Das Sondermenü "Zahle für 2!" ermöglicht es zudem Mensagästen bedürftigen Personen eine warme Mahlzeit zu spendieren.

Neben dem Essensangebot, könnte die Mensa zudem eine Reihe an Kursen anbieten, die sich durch Sport, Ernährung und Bildung auszeichnen, mit dem Ziel, sich mit seiner eigenen Gesundheit auseinander zu setzen und so die Lebensqualität zu steigern.

Was die Mensa 2.0 so besonders macht? Aus Ideen resultieren erst dann Innovationen, wenn diese in neue Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren umgesetzt werden. Genau mit dieser Idee sollte der erste Grundstein gelegt werden, um die Gesundheit in Hamborn zu fördern.

Durch ihre vielfältigen Möglichkeiten könnte die Idee weiter wachsen, beispielsweise könnten Fitnessparks, Sportgruppen und Geschäfte entstehen, mit dem Vorteil, dass de Integration gefördert, weitere Freizeitmöglichkeiten eröffnet, Arbeitsplätze geschaffen und die Stadt finanziell weitergebracht würde.

Zur Realisierung der Idee wären zu Beginn Kooperationspartner wie die Abtei Hamborn, Helios-Klinik, Universität Duisburg-Essen, Schulen, die Stadt Duisburg und vor allem die Teilnahme der BürgerInnen selbst notwendig.

Mit der Umsetzung einer solchen Projektidee würden die Einwohner im Duisburger Norden die Möglichkeit erhalten mit Motivation und eigenem Handeln ihren Stadtteil zu verbessern, nach dem Motto "Von Hambornern für Hamborner"!