Klimaschutz in Essen. Neue handlungsorientierte Konzepte


 

Der diesjährige Connect Workshop fand vom 25. - 31. Januar 2013 an der Gesamtschule Holsterhausen in Essen unter dem Motto „Klimaschutz in Essen. Neue handlungsorientierte Konzepte“ statt. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler besuchten die Jahrgangsstufe 11 (Q1) als auch Jahrgangsstufe 12 (Q2).

Die SchülerInnen und Studierenden befassten sich eine Woche lang mit dem Thema Klimaschutz, um neue Lösungskonzepte für den Schutz des Klimas in ihrer Umgebung zu entwickeln. Zur Begegnung der Vielfalt und Komplexität des Themas, unternahmen die einzelnen Gruppen zunächst Exkursionen zu unterschiedlichen Einrichtungen und Organisationen in Essen und Umgebung. Dabei wurden die Exkursionen nach Themenschwerpunkten ausgewählt. Die wissenschaftliche Perspektive wurde von Prof. Wilhelm Kuttler, Klimatologe an der Universität Duisburg-Essen, anschaulich und an konkreten Beispielen der Stadt Essen den Exkursionsteilnehmern erläutert. Mit dem Schwerpunkt „Energie“ fand eine weitere Exkursion in einem Biomassekraftwerk der Stadtwerke Essen AG statt. Der Slow Food Partner KochBar EssBar stellte seine Räumlichkeiten für einen Vortrag des Leiters des Slow Food Convivium Essen, Manfred Weniger, zur Verfügung, bei dem die Bedeutung von Nahrungsmitteln für den Klimawandel im Fokus stand. Die Drive-CarSharing GmbH stellte ihr CarSharing-Konzept sowie das RuhrAuto-e zum Schwerpunkt Klimawandel und Mobilität vor. Textilien bzw. die Ökobilanz von Baumwolle wurden einer Exkursionsgruppe im COB-Concept Store klärt. Die Erkundung des Konzeptes der Innovation City Bottrop ermöglichte weiter einen Blick in die klimafreundliche Stadtplanung der Zukunft.

Um der Kreativität der Projektgruppen nicht vorwegzugreifen, wurde das Thema nicht weiter eingegrenzt, sodass die Fragestellung aus unterschiedlichster Perspektive und unter verschiedenen Gesichtspunkten beleuchtet werden konnte. Daher wurden die Projektgruppen auch von Dozierenden verschiedener Fachbereiche der Universität Duisburg-Essen begleitet (Stadtplanung, BWL, Wirtschaftsinformatik), um möglichst viele Themengebiete durch fachliches Know-how zu untermauern. Die Methode des Design Thinking wirkte unterstützend bei der Entwicklung innovativer Lösungsansätze.

Zum Abschluss des Workshops wurden die Ideen von einer Jury prämiert bestehend aus Prof. Dr. J. Alexander Schmidt, Leiter des Institutes für Stadtplanung und Städtebau der Universität Duisburg-Essen, Dr. Lars Grotewold, Leiter des Themenklusters Klimawandel der Stiftung Mercator, dem stellvertretenden Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Essen, Herrn Jan Borkenstein (M.A.), sowie Frau Manuela Molitor von der Klimaagentur des Umweltamtes der Stadt Essen.

Zeitungsbericht der WAZ: www.derwesten.de/staedte/essen/nur-mal-eben-die-welt-retten-id7568820.html